#02 | Warum der Außendienst in der SHK-Branche wichtiger wird, aber anders als früher.

Shownotes

In der zweiten Folge des SHK-Podcasts „Hör mal, wer da liefert“ von Richter+Frenzel begrüßen die Hosts Marina und Bene, Tim Braune, Verkaufsleiter bei Richter+Frenzel in Aschheim-Dornach.

Tim ist seit rund 20 Jahren in der SHK-Branche unterwegs und kennt den Vertrieb aus unterschiedlichen Perspektiven. Gemeinsam sprechen die drei darüber, wie sich der Außendienst verändert hat und warum das Bild vom Außendienst, der von Baustelle zu Baustelle fährt, Kaffee trinkt und über Fußball spricht, heute längst nicht mehr ausreicht.

Was erwarten SHK-Fachbetriebe heute vom Großhandel? Wie wichtig sind schnelle und digitale Prozesse? Wo liegen die größten Pain-Points in der Zusammenarbeit? Und welche Rolle spielt der persönliche Kontakt, wenn Bestellungen und Anfragen zunehmend digital laufen?

Außerdem geht es um die Zukunft des dreistufigen Vertriebswegs, Verbindlichkeit im Vertrieb und die Frage, ob der Außendienst vielleicht irgendwann zum Auslaufmodell wird.

Das und noch viel mehr gibt’s in Folge 2!

In diesem Sinne: Genug geredet. Jetzt wird geliefert.

+++ Welche Themen aus der SHK-Welt interessieren euch? Welche Fragen sollen wir uns in Zukunft genau anschauen? Oder gibt es jemanden aus der Branche, den wir unbedingt mal zu Gast haben sollten? +++

Schreibt uns gerne eure Anregungen, Fragen oder Wünsche. Wir freuen uns auf den Austausch mit euch. Ihr erreicht uns per E-Mail unter podcast@r-f.de, direkt hier im Podcast oder über unsere Social-Media-Kanäle.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Wir sind Marina und Bene und ihr hört:

00:00:02: „Hör mal, wer da liefert“, den Podcast von Richter+Frenzel.

00:00:05: Hier sprechen wir mit den Menschen aus der SHK-Branche über echte Geschichten,

00:00:08: persönliche Erfahrungen und darüber, was hinter den Kulissen wirklich passiert.

00:00:13: In dieser Folge haben wir mit Tim Braune, Verkaufsleiter der Richter+Frenzel

00:00:16: Niederlassung in Aschheim-Dornach,

00:00:18: über das Thema „Außendienst in der SHK- Branche“ gesprochen.

00:00:21: Er kennt die Branche aus unterschiedlichen Perspektiven – vom direkten

00:00:24: Kundenkontakt über den Außendienst bis hin zur Verkaufsleitung.

00:00:28: Zum einen haben wir über die Zukunft des Großhandels gesprochen.

00:00:31: Wir haben uns mal angeschaut: Wie läuft denn Vertrieb

00:00:33: eigentlich bei Richter+Frenzel?

00:00:34: Also, es gibt einen internen Blick hinter die Kulissen und wir klären mit Tim

00:00:39: die Frage, warum es am Ende des Tages

00:00:41: einfach immer noch heißt: Menschen kaufen bei Menschen.

00:00:44: In diesem Sinne, Marina, wir zwei haben genug geredet.

00:00:46: Jetzt wird geliefert.

00:00:48: Viel Spaß bei der nächsten Folge.

00:00:51: Also die Marina und ich, wir

00:00:52: freuen uns heute außerordentlich, dass Tim Braune bei uns zu Gast ist.

00:00:56: Transparenzoffensive: Ich gehe mit dem Tim ganz gerne auch mal bei uns in

00:00:59: Aschheim-Dornach Mittagessen.

00:01:00: Ganz, ganz toll.

00:01:01: Vielen Dank, dass ich dich beim REWE an der Fleischtheke überreden konnte,

00:01:05: dazu, dass du heute zu uns in den Podcast kommst und uns Einblicke gibst.

00:01:09: Ja, wie es denn jetzt mit dem Außendienst im SHK-Großhandel ist.

00:01:12: Heute soll sich alles um die Frage drehen, warum der Außendienst in der SHK-Branche

00:01:17: immer wichtiger wird, aber eben ein bisschen anders als früher.

00:01:21: Tim, du machst das –

00:01:23: wir haben es vorhin,

00:01:24: haben wir schon mal kurz darüber gesprochen –

00:01:26: SHK machst du seit 20 Jahren. Bei Richter+Frenzel

00:01:29: seit sechs Jahren.

00:01:29: Wenn du jetzt auf die letzten Jahre blickst

00:01:32: und mal deine Erfahrung zusammenkratzt und überlegst: Was hat sich denn

00:01:36: im Außendienst deiner Meinung nach im Vertrieb am meisten verändert?

00:01:40: Erst mal vielen Dank, dass ich da sein darf.

00:01:42: Freut mich sehr.

00:01:43: Und ja, auf die erste Frage gleich einzugehen,

00:01:46: Also, am meisten verändert hat sich, glaube ich, der Kundenkontakt.

00:01:51: Wie oft bin ich beim Kunden, wie oft bin ich wirklich vor Ort,

00:01:55: um meine Sachen zu besprechen,

00:01:57: die Themen, die ich habe.

00:01:59: Bedeutet also, als Beispiel bei mir:

00:02:01: Ich war, als ich im Außendienst war –

00:02:04: da bin ich immer

00:02:05: montags, war ich bei der Firma Kessler und dienstags bei der Firma Merkle.

00:02:09: Das war schon sicher.

00:02:09: Da bin ich um 9:00 Uhr angetanzt, gab einen guten schwarzen Kaffee, sehr stark.

00:02:13: Und danach haben wir kurz über alles Mögliche gesprochen.

00:02:16: Und danach sind wir

00:02:17: die Aufträge durchgegangen.

00:02:19: Was braucht er, was machen wir?

00:02:20: Wir sind einmal noch durchs Lager, haben das Lager aufgefüllt.

00:02:24: Ich habe alles aufgeschrieben,

00:02:25: die und die Dinge brauchen wir,

00:02:26: und dann bin ich wieder gefahren.

00:02:28: Und dann habe ich das Ding in den Innendienst gegeben.

00:02:30: Hab gesagt: Hier, bitte rausschreiben.

00:02:32: Und dann war die Sache erledigt.

00:02:33: Und die Woche drauf habe ich das Gleiche wieder gemacht.

00:02:36: Und das ist halt heutzutage überhaupt nicht mehr so.

00:02:38: Also, heutzutage ist wirklich: Du musst präsent beim Kunden sein,

00:02:42: aber eben nicht auf die Nerven gehen, sondern du musst wirklich

00:02:46: die Zeit, die du beim Kunden hast, effektiv nutzen.

00:02:49: Das heißt, du musst wirklich sehr, sehr gut vorbereitet in die Termine gehen.

00:02:52: Du musst wissen: Was sind unsere offenen Themen? Was für Produkte oder

00:02:57: was für Themen habe ich, die ich dem Kunden präsentieren möchte?

00:03:00: Weil du einfach gar nicht die Chance hast, nächste Woche wieder hinzugehen

00:03:03: und zu sagen: Habe ich das halt vergessen,

00:03:04: jetzt mache ich das halt nächste Woche.

00:03:07: Also ist dieses Bild, was wahrscheinlich viele

00:03:09: vom klassischen Außendienstler im Kopf haben: Der hockt von Montag bis Freitag,

00:03:12: von früh bis spät hockt er in seinem – bei Richter+Frenzel sind es meistens Passats –

00:03:16: sitzt da drin, telefoniert

00:03:18: hüpft von Baustelle zu Baustelle, trinkt da Kaffee, isst da Leberkäse.

00:03:22: Also, ich glaube, es ist nicht nur ein „Party-Sat“,

00:03:24: dass man dann unterwegs ist und sagt ja, hier, komm,

00:03:27: da hole ich mir einen Leberkäswecken

00:03:28: und dann setze ich mich mit denen da zusammen

00:03:31: und dann redet man halt mal ein bisschen über den FC Bayern oder über Ähnliches.

00:03:36: So ist es absolut nicht.

00:03:37: Es gibt natürlich 100 % auch noch diese Kunden, mit denen man das machen muss

00:03:40: und mit denen das auch Spaß macht, dass man das so machen kann.

00:03:43: Aber am Ende des Tages geht es darum, dass man eben gemeinsam erfolgreich ist,

00:03:48: also der Kunde mit uns erfolgreich ist.

00:03:50: Und das ist das, um was es geht.

00:03:51: Und da müssen wir um viel mehr Dinge,

00:03:53: ja einfach viel mehr Dinge mit dem Kunden besprechen, damit wir erfolgreich sind.

00:03:58: Du hast es ja jetzt eh schon angedeutet, dass sich da auch

00:04:01: die Beziehung so ein bisschen verändert hat von früher zu heute.

00:04:04: Wie würdest du denn sagen, hat sich die Beziehung zwischen Kund:innen

00:04:07: und dem Außendienst jetzt im Jahre 2026 so verändert?

00:04:11: Also ich glaube, dass sich die Beziehung grundsätzlich zwischen den Menschen gar

00:04:14: nicht so sehr verändert hat, sondern es gibt immer noch die gleichen Werte,

00:04:19: sage ich mal; die zählen

00:04:20: immer noch. Verlässlichkeit, dass man sich sofort um

00:04:24: die anfallenden Themen kümmert, das ist, glaube ich, ganz, ganz wichtig.

00:04:29: Und das war/ist heute so,

00:04:30: das war aber auch vor 20 Jahren so, also ich glaube nicht,

00:04:32: dass die menschliche Komponente da sich arg verändert hat.

00:04:35: Eher die Kommunikation: Wie kommuniziere ich, was tue ich?

00:04:40: Also heutzutage natürlich Telefon, WhatsApp

00:04:44: über den Onlineshop, über die angeschnittenen,

00:04:48: ich sage jetzt mal

00:04:50: von dem Handwerker Programm zu uns, wie haben wir da die Schnittstelle?

00:04:54: Und dann eben vor allem eben dieser noch persönliche Kontakt,

00:04:57: aber der ist eben viel, viel, viel, viel seltener.

00:04:58: Das ist einfach so.

00:05:00: Aber er ist nach wie vor natürlich noch sehr,

00:05:01: sehr wichtig, weil der Mensch kauft ja einfach noch vom Menschen.

00:05:04: 100 %. Also es ist,

00:05:06: das kommt nachher immer auf die Person an, die vor Ort beim Kunden ist.

00:05:09: Und wenn die Person, die Richter+Frenzel in dem Fall vertritt,

00:05:15: super ist, guten Kontakt hat, sich da um die

00:05:19: Angelegenheiten kümmert, dann funktioniert das auch einwandfrei.

00:05:22: Dann haben wir da wirklich wenig Probleme und können da

00:05:25: gut mit dem Kunden zusammenarbeiten.

00:05:27: Super!

00:05:28: Man hört es auch wieder heute im Hintergrund.

00:05:30: Wir sitzen mitten im ProfiStore in Gräfelfing

00:05:33: Lässt sich Gott sei Dank

00:05:33: nicht verbergen.

00:05:35: Ja, genau hier ist was los bei uns.

00:05:37: Was erwartet denn einen SHK-Profi, Tim,

00:05:40: heute vom Großhandel außer Preis und Verfügbarkeit?

00:05:43: Also was würde der SHK-Profi erwarten?

00:05:46: Das ist, glaube ich,

00:05:47: heutzutage ist es ganz entscheidend, dass wir den Prozess mit dem Kunden

00:05:51: gemeinsam gestalten.

00:05:52: Also die Prozessicherheit ist für den Kunden

00:05:54: noch entscheidender, als es früher war.

00:05:56: Früher wurde natürlich auch viel vorausgeplant,

00:05:58: was auch heute vorausgeplant wird.

00:06:00: Aber man hat den Kunden – oder die Kunden wissen auch natürlich:

00:06:03: Ich kriege die Ware auch morgen.

00:06:04: Also ich muss jetzt gar nicht vorplanen – aber es ist oft eben so, dass eben auch

00:06:08: große Mengen benötigt werden

00:06:09: und da müssen wir einfach im Prozess mit dem Kunden mit dabei sein

00:06:13: und wissen, das braucht der Kunde und er braucht es dann.

00:06:16: Und dann muss unser Prozess gemeinsam einfach passen.

00:06:19: Und das sind einfach dann, zu den Prozessen gehören eben auch

00:06:23: die Schnittstellen, also über welche Schnittstelle kommunizieren wir?

00:06:27: Also kommunizieren meine ich jetzt nicht, also telefonisch oder so, sondern eben:

00:06:32: Wie kriegen wir die Bestellungen, wie kriegen wir die Anfragen?

00:06:35: Wie schnell kriegt der

00:06:37: Kunde die Anfragen zurück?

00:06:39: Oder wenn er ein Problem hat wie, wie schnell wird ihm geholfen

00:06:42: und wie einfach ist es für ihn bei uns zu bestellen?

00:06:45: Bedeutet

00:06:46: wir müssen es eben dem Kunden möglichst einfach machen, bei uns zu bestellen

00:06:50: und die Prozesse, die er hat, in unsere Prozesse versuchen zu integrieren.

00:06:54: Das wir dann einfach gemeinsam einen guten und schnellen Ablauf haben.

00:06:57: Das heißt, dass ihr, also dass du und deine Kollegen

00:07:00: am Ende des Tages nicht nur Richter+Frenzel Mitarbeiter sind,

00:07:05: sondern dass

00:07:05: ihr im besten Fall auch maximal integriert seid im Handwerkerunternehmen.

00:07:09: Das ist natürlich der Optimalfall.

00:07:11: Das heißt also,

00:07:11: wenn wir, wenn wir Teil des

00:07:13: Unternehmens, des SHK-Unternehmens sind, dann ist es natürlich

00:07:16: für uns das Beste, was gibt, weil wir einfach gut zusammenarbeiten.

00:07:19: Wenn du gut zusammenarbeitest, kann man auch gemeinsam erfolgreich sein.

00:07:23: Das ist so mal mit eines der größten Themen:

00:07:25: Wenn wir Teil des Unternehmens, also des Handwerkers sind,

00:07:29: dann ist für uns natürlich super, weil man dann,

00:07:32: da kann man auch viel einfacher Dinge umsetzen, die für uns dann besser sind

00:07:35: oder auch die dann eben für den Kunden einfach besser sind.

00:07:38: Also dass wir einen Mehrwert für den Kunden bieten, weil,

00:07:42: ich sage mal, es ist immer wichtig in der Kundenbeziehung, dass

00:07:46: viele verschiedene Themen einfach stimmen.

00:07:48: Das heißt also,

00:07:49: die Systemlandschaft

00:07:49: muss stimmen, die Menschen, die miteinander arbeiten, müssen stimmen.

00:07:53: Das muss einfach für den Kunden sein, dass es, dass es passt.

00:07:57: Es spielt auch der Preis eine gewisse Rolle.

00:07:58: Also da braucht man nicht drüber reden.

00:08:00: Wenn ich jetzt sage "das ist völlig uninteressant“ – das stimmt nicht.

00:08:02: Der Preis muss natürlich genauso passen.

00:08:04: Aber dadurch, wenn viele verschiedene Dinge einfach passen, dann sind wir

00:08:08: nachher gemeinsam erfolgreich.

00:08:10: Und ganz offensichtlich der Kunde, der hier gerade durch den ProfiStore läuft,

00:08:13: der hat einen unfassbar guten Außendienstler,

00:08:15: weil der glücklich pfeifend durch die Gänge läuft.

00:08:17: Sehr glücklich. Da hat jemand was richtig gemacht.

00:08:20: Ja, da hast du ja die Frage, was einen guten Außendienst ausmacht.

00:08:24: Hast ja schon so mehr oder weniger beantwortet, dass man einfach Teil

00:08:27: des Ganzen einfach ist.

00:08:29: Dass jeder einfach seinen Teil dazu beiträgt, dass jeder einfach mitmacht,

00:08:32: Die Prozesse gut zusammen, Hand in Hand wie ein Zahnrad steuert.

00:08:37: Und wo – jetzt mal von der anderen Seite gefragt.…

00:08:41: Tim hat einen Fan.

00:08:42: Ja, du hast einen Fan. Ich sehe es auch gerade.

00:08:44: Sie ist wieder weg, die Fliege.

00:08:46: Was frustriert

00:08:48: den Kund:innen aus deiner Sicht aktuell am meisten?

00:08:51: Also wo sagst du da ist wirklich so ein Pain?

00:08:53: Da könnte man oder

00:08:54: da müsste man vielleicht auch

00:08:55: noch mal genauer hinschauen oder kann man auch ganz gut reingehen?

00:08:58: Genau. Ich glaube,

00:08:59: dass der größte Pain ist tatsächlich, wenn Ware eben nicht verfügbar ist.

00:09:03: Also das ist wirklich so,

00:09:04: das ist einfach ärgerlich, weil das für viele Seiten einfach

00:09:07: Geld kostet und deswegen ist das natürlich auch ein großer Pain-Punkt.

00:09:11: Also das sind dann Sachen,

00:09:13: wo dann auch der Außendienst teilweise eben mit gefragt ist, eben zu gucken,

00:09:17: wie organisiere ich denn jetzt einfach die Ware, die jetzt gerade fehlt?

00:09:21: Wie kriege ich denn die jetzt eigentlich

00:09:22: kurzfristig zu meinem Kunden und wie kann ich meinem Kunden helfen?

00:09:25: Und das ist eben auch ein wichtiger Punkt des Außendienstes,

00:09:29: dass er eben für den Kunden die Probleme

00:09:34: aus dem Weg schafft, sondern dass er sagt: „Hey, ich bestelle dort und da

00:09:37: geht auch mal was schief.

00:09:38: Aber ich weiß, wenn was passiert, der Kollege von unserer Seite,

00:09:42: der kümmert sich, der macht, der tut, der ist für uns da.“

00:09:45: Und wenn wir da irgendwelche Themen haben, dann können wir uns sicher sein –

00:09:48: oder die Kollegin auch mal – die kümmert sich drum und und macht es.

00:09:53: Also das ist glaube ich wichtig, dass wenn diese Punkte irgendwo

00:09:57: ineinandergreifen, man einfach weiß „hey, die kümmern sich“ –

00:10:00: da wird auch mal ein Fehler verziehen, dann ist alles nicht so schlimm.

00:10:03: Aber wenn du natürlich

00:10:05: ständig irgendwelche Fehler machst und du ständig was ausbessern musst,

00:10:08: dann liegt es natürlich schon auch viel an der Bindung des Kunden

00:10:11: an den Außendienst, dass er auch weiter bei uns bestellt.

00:10:14: Ja, absolut.

00:10:16: Und dann fassen wir es einmal, kurz noch mal zusammen: Wenn du es,

00:10:21: wenn du den Außendienstler, den guten Außendienstler, dir basteln könntest,

00:10:25: was macht denn heute aus?

00:10:26: Einmal als Abschluss.

00:10:28: Was macht den guten Außendienstler aus?

00:10:30: Also dass er auf jeden Fall Spaß am Verkaufen hat, also Spaß im Vertrieb hat.

00:10:34: Dass er gut mit Menschen kann, dass er das auch gerne macht.

00:10:36: Dass er auch gerne sagt: „Hey,

00:10:39: dein Problem wird zu meinem Problem und ich kümmere mich darum.“

00:10:41: Das ist natürlich auch mitentscheidend und dass man eben auch gemeinsam

00:10:45: gut mitarbeiten kann, dass man einfach sagt: Hey,

00:10:49: der Kollege oder die Kollegin sagt, hey, wir müssen das und das machen

00:10:51: und dann geht er mit dem aus, also der

00:10:53: Außendienst geht mit dem Kunden

00:10:54: gemeinsam Themen an und wir machen das gemeinsam

00:10:58: und haben gemeinsam Erfolg.

00:10:59: Das ist so das Thema, wo ich sage immer wenn wir das gemeinsam hinkriegen,

00:11:03: dann sind wir alle erfolgreich und dann ist das auch ein Top-Außendienstmitarbeiter.

00:11:06: Jetzt hat er natürlich von den Kolleginnen und Kollegen von Richter+Frenzel

00:11:09: quasi in den letzten, der letzten Minute gesprochen,

00:11:12: die hast du beschrieben.

00:11:12: Lass uns mal in diesem Kontext einfach auf uns auf Richter+Frenzel

00:11:16: schauen. Nicht

00:11:17: umsonst haben wir uns

00:11:18: den Verkaufsleiter von Richter+Frenzel hier ins Studio reingeholt.

00:11:23: Wir haben über Entwicklungen, Veränderungen gesprochen.

00:11:25: Wir haben darüber gesprochen, wie der Außendienstler heute sein soll.

00:11:28: Wie steht denn Richter+Frenzel deiner Meinung nach da?

00:11:33: Ich glaube, wir sind da sehr gut aufgestellt.

00:11:34: Also wir haben viele sehr,

00:11:36: sehr gute Mitarbeiter, die sehr für die Firma brennen

00:11:39: und auch da wirklich für den Kunden einstehen und alles Mögliche tun,

00:11:44: dass wir erfolgreich sein können und dass da auch der Kunde erfolgreich sein kann

00:11:49: und dass wir natürlich auch

00:11:51: unsere Prozesse haben, die wir irgendwo

00:11:54: dem Kunden beibringen müssen, damit wir eben da sagen können:

00:11:58: „Das ist unser Prozess. Wie kriegt man denn das da einfach hin?“

00:12:01: Aber wir sind da, glaube ich, als Richter+Frenzel, was

00:12:04: die Handwerker angeht, wirklich sehr, sehr, sehr gut aufgestellt.

00:12:08: Und trotzdem würde ich dich danach fragen wollen, weil du sprichst

00:12:13: davon, dass wir unsere Prozesse auch den Kunden zeigen.

00:12:16: Jetzt möchte ich trotzdem mit dir aber darüber

00:12:17: reden, oder wir möchten mit dir darüber reden:

00:12:19: Wo haben wir denn Verbesserungspotenzial?

00:12:21: Also wo siehst du tatsächlich noch Nachholbedarf?

00:12:24: Wo haben wir unsere Hausaufgaben noch nicht ganz gemacht?

00:12:27: Genau.

00:12:27: Also ich glaube,

00:12:28: das ist natürlich ein Zusammenspiel,

00:12:30: nicht nur des Außendienstmitarbeiters, sondern schon komplett des Vertriebs ist.

00:12:34: Das heißt, dass wir eben auch viel in die Kommunikation mit dem Kunden gehen

00:12:39: und dass wir die Pain-Punkte, die der Kunde hat, möglichst reduzieren.

00:12:43: Das heißt, dass wir unsere Prozesse von Anfang an gut gestalten.

00:12:47: Das heißt, wir müssen eben auch

00:12:48: nachfragen: Wann benötigt der Kunde die Ware?

00:12:51: Haben wir genügend Ware?

00:12:52: Da müssen wir uns darum kümmern, dass die Ware zum richtigen Zeitpunkt vor Ort ist.

00:12:56: Und da müssen wir, glaube ich, schon noch einen Ticken besser werden.

00:13:00: Dass wir halt einfach da mehr mit dem Kunden sprechen,

00:13:02: mehr mit dem in Kontakt gehen. Und – sage ich ganz blöd –

00:13:06: nicht nur immer eine Mail schreiben,

00:13:08: sondern eben einfach auch mal anrufen und mal kurz mit ihm darüber sprechen.

00:13:10: Dann kann man viel schneller Dinge klären, wie wenn man, weil

00:13:13: man hat dann immer noch mal eine Rückfrage und das sind, glaube ich schon so Dinge,

00:13:17: da können wir uns noch verbessern und da haben wir

00:13:21: einfach Potenzial noch zu wachsen.

00:13:24: Und ich glaube, wir können

00:13:25: niemals eine Folge mit einem Vertriebler aufzeichnen oder

00:13:29: ohne über die Dreistufigkeit zu sprechen. Ist immer wieder in aller Munde.

00:13:34: Welche Zukunft hat denn der dreistufige Vertriebsweg noch?

00:13:38: Was glaubst du denn?

00:13:39: Also was sind denn die Faktoren, damit

00:13:42: der Großhandel auch in Zukunft weiterhin besteht?

00:13:46: Also wir haben, wir führen ein neues SAP- System ein

00:13:50: und da werden wir schon ganz viele Dinge richtig

00:13:53: machen, um auch in Zukunft gut bestehen zu können.

00:13:56: Das heißt also wir,

00:13:57: du brauchst eine gute Datenqualität, du brauchst total viele,

00:14:02: also du brauchst total viele

00:14:03: Produkte, die angelegt sind, damit die Kunden die auch bestellen können.

00:14:07: Weil nur wenn du eine Artikelnummer hast

00:14:09: und die Ware nachher auch verfügbar hast, kannst du die Ware bestellen.

00:14:13: Das machen wir sehr gut mittlerweile.

00:14:14: Wir sind da sehr weit was die Artikeanlage angeht

00:14:17: und durch das neue System

00:14:19: werden wir auch ganz viele Prozesse einheitlicher gestalten.

00:14:23: Natürlich ist es für uns

00:14:24: das liegt auch mit am Vertrieb

00:14:26: natürlich, dass wir die richtigen Dinge tun, damit wir die richtigen Dinge,

00:14:30: oder auch den richtigen Output haben und dass der Kunde dann

00:14:32: auch die richtigen Dinge hat.

00:14:34: Aber da durch modernere

00:14:37: Einsatzmöglichkeiten von anderen Systemen werden wir einfach schneller werden.

00:14:40: Und wenn du eben schnell und gut bist,

00:14:44: dann ist der Vertriebsweg – ob einstufig oder zweistufig, dreistufigen egal –

00:14:49: du musst einfach gut sein und wenn du gut bist, dann bleibt auch

00:14:54: dein Vertriebsweg so bestehen.

00:14:56: Du sprichst ja ganz viel von Prozessen und dass wir gerade so in der Entwicklung

00:15:00: sind bei Richter+Frenzel, dass da ganz viel passiert.

00:15:02: Was glaubst du denn, welche Erwartungen haben denn

00:15:06: die Handwerksbetriebe zukünftig an den Großhandel?

00:15:10: Ich glaube, dass wir eben noch schneller sein müssen in vielerlei Hinsicht.

00:15:14: Das heißt also, dass das, wenn ein Problem besteht oder

00:15:17: wenn zum Beispiel auf ein Angebot gewartet wird, dass wir da dem Kunden

00:15:22: einfach die Angebote oder die Ware schnell zur Verfügung stellen.

00:15:27: Gerade vor allem auch in der Vertriebssseite.

00:15:30: Das heißt in den Ausstellungsangeboten,

00:15:32: wenn der Endkunde zu uns in die Ausstellung geht,

00:15:34: dass der eben auch relativ schnell das Angebot von uns bekommt

00:15:37: und das richtige Angebot bekommt und er sich damit dann einfach auch schon mit uns

00:15:41: connected ist, so dass er es in seiner Software schnell verarbeiten kann.

00:15:45: Das heißt also,

00:15:46: dieses Schnittstellen-Thema, das wir mittlerweile

00:15:48: schon lange haben,

00:15:49: wird immer noch wichtiger, dass der Kunde einfach mit uns gemeinsam arbeiten kann.

00:15:53: Also es ist schon ein Stichwort,

00:15:54: auch Verbindlichkeit einfach, wie man das aus dem Privatleben kennt.

00:15:57: Derjenige, der verbindlich ist, der verlässlich ist, der ist halt

00:16:00: am Ende des Tages derjenige, der gewinnt hinten raus.

00:16:02: Absolut. Verbindlichkeit ist mit das Wichtigste.

00:16:05: Also wenn du, wenn du verbindlich bist und dich um die Sachen kümmerst.

00:16:08: Ich sage immer zu

00:16:09: meinen Kollegen im Außendienst, wenn wir das innerhalb von zwei Tagen,

00:16:14: also 48 Stunden, alle Punkte, die der Kunde uns mitgegeben

00:16:17: hat, abgearbeitet haben, dann sind wir im Kopf, dann weiß der,

00:16:20: wir kümmern uns drum und wir machen das drum.

00:16:22: Manches musst du gleich machen, manches muss man halt auch was abklären.

00:16:24: Aber alles,

00:16:25: was du innerhalb von 48 Stunden machst, das bleibt im Kopf, beim Kunden.

00:16:29: Ich finde das immer so beeindruckend.

00:16:30: Ich habe ja mit Vertrieb gar nichts zu tun.

00:16:32: Wir beide ja ehrlich gesagt nicht wahnsinnig viel mit Vertrieb zu tun.

00:16:35: Ich finde das immer so beeindruckend,

00:16:37: wenn man vor irgendeinem unserer ProfiStores steht,

00:16:40: und wenn da man dieses Zusammenspiel zwischen Richter+Frenzel Mitarbeiter –

00:16:44: und jetzt gehen wir mal weg vom Außendienstler, genauso

00:16:46: die Kollegen, die im ProfiStore arbeiten oder auch in den BäderStores –

00:16:49: ich finde das immer ganz spannend zu sehen, wie gut das funktioniert.

00:16:53: Also was da für eine Herzlichkeit

00:16:54: auch in der Beziehung zwischen unseren Kunden

00:16:57: und unseren Kolleginnen und Kollegen da ist.

00:16:59: Ich ziehe da immer ganz arg den Hut. Absolut.

00:17:01: Das ist ja auch das Persönliche

00:17:02: und was wir auch vorher besprochen

00:17:03: haben, diese menschliche Komponente, die ist einfach da.

00:17:06: Und die Leute, die, wenn du,

00:17:08: wenn man sympathisch ist, wenn du dich um den Kunden bemühst,

00:17:12: wenn – einfach wie im Privatleben – wenn man gut miteinander auskommt,

00:17:15: dann kommt der Kunde natürlich auch zu dir und dann kommt der in den ProfiStore

00:17:19: und geht gerne in den Profis Store und unterhält sich noch und weiß

00:17:22: dann auch: Hey, da kriege ich meine Ware. Und wenn ich was nicht brauche,

00:17:26: der Kollege kümmert sich, dann ist es perfekt.

00:17:29: Ja. Absolut.

00:17:30: Ja, denke ich auch, dass es einfach

00:17:32: dieses Zwischenmenschliche ist, was hier auch passiert.

00:17:34: Ich beobachte das auch, wenn ich hier reingehe

00:17:36: in Gräfelfing, in den ProfiStore und dann mal kurz durchlaufe,

00:17:39: Das ist einfach schon

00:17:40: ein freundschaftliches Verhältnis, was man da schon so beobachten kann.

00:17:43: Total. Ja. Absolut.

00:17:45: Ja, und jetzt haben wir ganz viel gesprochen.

00:17:47: Ganz viel Spannendes hast du uns mitgegeben.

00:17:49: Vielen lieben Dank, Tim.

00:17:51: Ich habe uns noch so gegen Ende des

00:17:54: Programms sage ich jetzt mal, noch eine Rubrik mitgebracht.

00:17:58: Und zwar die Rubrik “Fragenshower”.

00:18:03: Ich werde dir jetzt drei Fragen stellen und du, einfach

00:18:07: das erste, was dir jetzt in den Sinn kommt, beantwortest du mir einfach.

00:18:11: Bist du bereit?

00:18:12: Ich bin bereit. Schau ihn dir an, wie er brennt, du.

00:18:16: Der will doch

00:18:17: jetzt hier beantworten und dann wieder raus und verkaufen.

00:18:20: Also los geht's mit der ersten Frage.

00:18:22: Und zwar: Was antwortest du

00:18:23: Personen, die sagen, der Außendienst ist ein absolutes Auslaufmodell?

00:18:28: Absolut nicht.

00:18:30: Der hat viel zu viel wichtige Tätigkeiten für das Unternehmen zu tun

00:18:34: und ist das Aushängeschild des Unternehmens beim Kunden.

00:18:37: Deswegen wird es nie ein Auslaufmodell sein.

00:18:40: Super. Ja, denke ich auch.

00:18:42: Einfach, wie vorher schon gesagt,

00:18:44: Menschen kaufen von Menschen

00:18:45: und das ist einfach dieses persönliche Verhältnis,

00:18:46: was du jetzt auch schon mehrfach angesprochen hast.

00:18:48: Zweite Frage: Was brauchen Kund:innen heute mehr digitale Prozesse

00:18:53: oder doch dann den persönlichen Ansprechpartner?

00:18:57: Ich glaube, es muss ein Zusammenspiel sein,

00:18:59: also absolutes Zusammenspiel.

00:19:01: Und zwar wenn die Prozesse passen und auch noch

00:19:04: das Menschliche funktioniert, dann sind alle erfolgreich.

00:19:07: Und das ist das Wichtigste.

00:19:09: Ja, und jetzt noch zum Abschluss die dritte Frage: Ja oder nein?

00:19:13: Sind gute Außendienst Mitarbeitende heute wichtiger denn je?

00:19:20: Ja. Das war eine Kunstpause,

00:19:25: da hat er die Kunstpause eingelegt.

00:19:27: Tim, dankeschön.

00:19:28: Das war der Fragenshower, eine unserer Kategorien im Podcast

00:19:31: „Hör mal, wer der liefert“

00:19:32: von Richter+Frenzel –

00:19:32: muss man zwischendrin auch noch mal sagen, wie der Podcast heißt –

00:19:35: vielen, vielen Dank, dass du da warst.

00:19:37: Ja, vielen Dank, dass ich da sein durfte.

00:19:38: Ich hoffe, es war für euch genauso interessant und hat Spaß gemacht

00:19:42: wie mir und bedanke ich mich sehr, dass ich dabei sein durfte.

00:19:46: Absolut.

00:19:46: Also ich glaube, wir haben ganz ganz viel auch mitgenommen

00:19:48: und wir hätten noch ganz viele weitere, viel, viel mehr Fragen stellen können.

00:19:52: Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, dass du da warst

00:19:54: und ja mit uns die ganzen Einblicke auch geteilt hast,

00:19:57: aus deinen Erfahrungen und aus deiner Zeit jetzt auch bei

00:20:00: Richter+Frenzel.

00:20:01: Hat super Spaß gemacht, war sehr, sehr angenehm.

00:20:04: Wussten wir ehrlich gesagt natürlich auch, als wir dich angefragt haben:

00:20:06: „Mensch Tim, hast du Lust?“

00:20:08: Und Tim hat ungefähr 1,3 Sekunden überlegt, ob er mitmacht. Und dann hat

00:20:13: er gesagt: „Klar bin ich dabei, ist überhaupt kein Thema.“

00:20:15: Also danke für dieses Gespräch.

00:20:16: Hat wirklich großen Spaß gemacht, dass da jemand auch mal,

00:20:19: ich sage mal die Schatulle öffnet

00:20:21: und ein bisschen darüber redet, wie es ist, wie man auch den Kunden sieht.

00:20:24: Vielen, vielen Dank, dass du heute beide bei uns warst.

00:20:27: Mir bleibt ehrlich gesagt oder

00:20:29: uns bleibt nur noch zu sagen den Sack machen wir jetzt zu.

00:20:31: Das war's von uns heute.

00:20:32: Und der Tim, der hat ganz schön abgeliefert.

00:20:36: Ja, und ich sag da nur noch: Bis zur nächsten Lieferung.

00:20:38: Der Rest ist Handwerk.

00:20:40: Danke. Ciao. Ciao.

00:20:42: Und bevor ihr den Hahn abdreht, noch ein kurzer Hinweis von uns:

00:20:46: Wir freuen uns sehr über euer Feedback zu dieser Folge.

00:20:49: Welche Themen aus der SHK-Welt interessieren euch?

00:20:52: Welche Fragen sollen wir uns in Zukunft genau anschauen?

00:20:55: Oder gibt es

00:20:55: vielleicht sogar jemanden aus der Branche,

00:20:58: den wir unbedingt mal zu Gast haben sollten?

00:20:59: Schreibt uns daher gerne eure Anregungen, Fragen oder Wünsche.

00:21:02: Wir freuen uns auf den Austausch mit euch.

00:21:05: Ihr erreicht uns per E-mail unter podcast@r-f.de,

00:21:08: direkt hier im Podcast oder über unsere Social-Media-Kanäle.

00:21:12: Alle Links findet ihr wie immer in unseren Shownotes.

00:21:15: Danke, dass ihr reingehört habt und bis zur nächsten Folge von "Hör mal, wer da liefert".