Spezialfolge – Live von der RIFA: Was die Messe für die SHK-Branche bedeutet
Shownotes
In dieser Spezialfolge des SHK-Podcasts „Hör mal, wer da liefert“ von Richter+Frenzel begrüßen die Hosts Marina und Bene einen besonderen Gast: Robert Oberberger, KG-Geschäftsführer von Richter+Frenzel. Und auch der Aufnahmeort ist diesmal ein besonderer. Denn die Folge wurde erstmals live vor Publikum am 08. Oktober auf der RIFA 2026 aufgezeichnet.
Gemeinsam sprechen die drei über die Bedeutung der RIFA für die SHK-Branche, die Herausforderungen bei der Organisation einer solchen Messe und darüber, warum persönliche Begegnungen auch in einer zunehmend digitalen Welt unverzichtbar bleiben.
Wie ist die aktuelle Stimmung in der SHK-Branche? Welche Herausforderungen beschäftigen den SHK-Großhandel und das Fachhandwerk? Wie entwickelt sich das Heizungs- und Badgeschäft? Und welche Rolle spielen Digitalisierung, effizientere Prozesse und künstliche Intelligenz für die Zukunft der Branche?
Außerdem blickt Robert auf über 40 Jahre Branchenerfahrung zurück, erzählt von besonderen Messeerlebnissen und verrät, warum er einmal völlig außer Atem auf der RIFA-Bühne stand. Auch die Fragen aus dem Publikum kommen nicht zu kurz: von der Zukunft der RIFA bis hin zur Frage, wie sich junge Menschen für die SHK-Branche begeistern lassen.
Das und noch viel mehr gibt’s in unserer RIFA-Spezialfolge!
In diesem Sinne: Genug geredet. Jetzt wird geliefert.
+++ Welche Themen aus der SHK-Welt interessieren euch? Welche Fragen sollen wir uns in Zukunft genau anschauen? Oder gibt es jemanden aus der Branche, den wir unbedingt mal zu Gast haben sollten? +++
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Transkript anzeigen
00:00:00: Ja, heute, Bene,
00:00:01: heute sprechen wir mit Robert Oberberger, KG-Geschäftsführer von
00:00:04: Richter+Frenzel, hier live von der RIFA 2026 – in unserem Podcast
00:00:09: „Hör mal, wer da liefert“.
00:00:10: Eine ganz besondere Situation
00:00:11: für uns alle – nicht nur für Robert Oberberger,
00:00:13: sondern natürlich auch für die Marina und für mich,
00:00:16: denn live haben wir es noch nie gemacht. Noch nie.
00:00:18: Und im Podcast mit Robert Oberberger haben wir natürlich über seine Eindrücke
00:00:23: nach dem ersten Messetag auf der RIFA gesprochen.
00:00:25: Wir haben mit ihm mal in die Glaskugel
00:00:27: so ein bisschen geblickt und haben mit ihm darüber gesprochen:
00:00:29: Wohin geht es denn mit unserer Branche?
00:00:32: Und zum Ende hin ist es auch noch mal persönlicher geworden,
00:00:35: denn Robert Oberberger, der ist ein echter Bauchmensch.
00:00:39: Absolut. Und ich würde sagen: Genug geredet.
00:00:41: Wir starten jetzt, Bene. Jetzt wird geliefert.
00:00:44: Hallo Robert und herzlich
00:00:46: willkommen zu unserem heutigen oder zu unserer heutigen Folge
00:00:49: „Hör mal, wer da liefert“, dem Podcast von Richter+Frenzel.
00:00:53: Wir sind heute nicht in unserem üblichen Podcast-Studio in Gräfelfing,
00:00:57: sondern hier live auf der RIFA.
00:00:59: Hallo Robert, schön, dass du da bist. Servus zusammen, hallo!
00:01:02: Also eine Premiere für uns alle, dass wir das zum ersten Mal live
00:01:06: vor Publikum auch machen.
00:01:07: Es freut uns sehr, dass ihr alle da sitzt, dass ihr zuhört und euch mal … Applaus bitte.
00:01:12: Da gibt's sogar Applaus aus dem Publikum.
00:01:14: Ja, herrlich, wunderbar.
00:01:15: Das nimmt jetzt jede Aufregung, glaube ich. Jetzt passt’s.
00:01:18: Jetzt fühlt es sich super privat an.
00:01:20: Ich habe das Gefühl, die Erwartungshaltung ist jetzt noch gestiegen.
00:01:22: Robert, ist das dein erster Podcast?
00:01:24: Ja, leider. Oder Gott sei Dank.
00:01:26: Du bist,
00:01:27: also du bist das erste Mal heute premierenmäßig in einem Podcast,
00:01:30: gleich dann hier von deinem, von deiner eigenen Firma.
00:01:35: Ja, genau, das ist ja ein neues Format bei Richter+Frenzel und
00:01:38: natürlich ist es jetzt Premiere für mich.
00:01:41: So eine kurze Rede oder eine Begrüßung macht man ja öfter,
00:01:45: aber so ein Podcast ist dann doch – und noch dazu vor Live-Publikum –
00:01:48: ist schon was anderes, muss man echt sagen.
00:01:50: Und dann ist es die Herausforderung für dich, Marina und für mich,
00:01:53: dem Robert Oberberger ein gutes Gefühl zu geben.
00:01:55: Ja, genau.
00:01:56: Und dabei selber aber nicht zu vergessen, dass das für einen ja auch nicht so normal
00:02:00: ist, was wir hier tun. So ist es. Genau so ist es. Ja,
00:02:02: der erste Tag der RIFA ist jetzt oder neigt sich langsam, langsam dem Ende zu.
00:02:07: Wie geht es dir?
00:02:08: Mir geht es super. Natürlich ein bisschen abgekämpft,
00:02:10: die Füße tun weh,
00:02:12: aber ansonsten geht es mir super.
00:02:14: Wir haben eine gute Stimmung in den Hallen.
00:02:15: Wir haben viele Kunden da, unsere Lieferanten können
00:02:19: gute Gespräche führen.
00:02:20: Also mir geht es echt super gut. Robert,
00:02:22: wir haben ja alle untereinander,
00:02:25: es gibt so ein großes RIFA-Team, die das alle miteinander planen –
00:02:29: natürlich immer federführend von der Kollegin, darf man,
00:02:32: glaube ich, an der Stelle auch einfach mal sagen, der Kollegin Sonja Hemmelmann.
00:02:36: So, jetzt ist es…
00:02:38: über Monate sind wir miteinander in Kontakt,
00:02:40: aber jetzt du auch noch als Geschäftsführer,
00:02:42: du bist ja in allen Entscheidungsprozessen mit drin gewesen.
00:02:45: Na ja, in den wichtigsten, sagen wir mal so.
00:02:47: In den wichtigsten bist du mit drin gewesen.
00:02:48: Aber wie schafft man es denn, so eine Messe auf die Beine zu stellen,
00:02:53: parallel aber das Tagesgeschäft nicht zu vergessen?
00:02:56: Ja, das ist natürlich eine Herausforderung.
00:02:58: Und es beginnt ja – eine RIFA beginnt ja nicht zwei Monate vorher
00:03:03: vor der Eröffnung der Tore, sondern das sind ja meistens 16 Monate zuvor.
00:03:08: Also der gute, abgedroschene Satz „nach
00:03:11: der RIFA ist vor der RIFA“, der stimmt zu 100 %.
00:03:14: Wenn wir jetzt morgen fertig sind, abends geht die Planung eigentlich schon wieder…
00:03:18: also erstmal Resümee „Was war gut, was war schlecht“ und dann geht es
00:03:21: schon wieder los.
00:03:23: Und am Anfang ist das ja alles noch entspannt,
00:03:26: da macht man Ideensammlungen und dann trifft man sich mal mit ein paar Leuten.
00:03:30: Aber je näher die RIFA kam, so sechs Monate zuvor,
00:03:33: merke ich dann plötzlich, dass ich keine Assistentin mehr habe,
00:03:36: dass ich meine Termine manchmal selber machen muss,
00:03:39: dass irgendwelche Rückrufe
00:03:41: auf der Strecke bleiben oder mal eine Präsentation nicht so gut läuft.
00:03:45: Das ist dann der RIFA geschuldet.
00:03:46: Also wie gesagt, je näher die RIFA kommt, desto mehr sind
00:03:50: die Leute alle mit eingebunden, desto weniger Zeit bleibt für das Tagesgeschäft – auch im Marketing.
00:03:55: Wenn jetzt jemand einen Flyer gebraucht hätte bei uns in den letzten zwei Wochen,
00:03:59: hätten wir wahrscheinlich gesagt okay, du musst warten bis nach RIFA.
00:04:02: Wenn du eine Veranstaltung davor hast, musst du das irgendwie selber hinbekommen,
00:04:05: weil natürlich alle Leute beschäftigt waren.
00:04:07: Weil es Prioritäten gibt. Genau.
00:04:09: Und dann hat die RIFA, ist für Richter+Frenzel einfach das Event
00:04:13: und das hat dann absolute Priorität.
00:04:17: Es ist auch für dich die zweite
00:04:18: RIFA. Es ist für mich die zweite RIFA jetzt genau, die ich dabei sein darf
00:04:22: und genau… ich finde das so besonders hier auf der RIFA, weil also
00:04:26: man hat ja unterjährig hat man immer wahnsinnig viel Kontakt
00:04:29: zu den eigenen Kollegen, aber halt telefonisch. Weil Richter+Frenzel ist ja nicht
00:04:33: nur – ich sag mal – die eigene Suppe bei sich am Standort, das sind viel mehr Leute.
00:04:38: Ich finde das immer,
00:04:39: ich finde das sensationell,
00:04:40: wenn man dann die Leute mal
00:04:41: wieder trifft, die man vielleicht sogar erst bei der letzten RIFA das
00:04:45: letzte Mal gesehen hat.
00:04:46: Ja, das ist ja auch ein Vorteil von der RIFA.
00:04:48: Dass alle zusammenkommen.
00:04:49: Wir wollen natürlich unsere Kunden treffen, das ist klar.
00:04:51: Wir wollen Beziehungen knüpfen,
00:04:53: wir wollen die Kunden begeistern
00:04:55: für Richter+Frenzel.
00:04:56: Aber auch ein Mehrwert der RIFA ist natürlich,
00:04:59: dass viele Kolleginnen und Kollegen
00:05:01: einfach die Chance haben, sich
00:05:01: wieder mal zu treffen, auch gegenseitig in den Austausch zu gehen,
00:05:05: um mal zu klären, was ist gut, was ist nicht so gut –
00:05:08: und das macht die RIFA auch aus, ja.
00:05:11: Jetzt sind wir schon ein bisschen weiter gegangen.
00:05:13: Ich würde gerne noch mal einen Schritt zurück tun.
00:05:16: Gibt es denn jetzt für dich schon einen Moment,
00:05:19: der für dich ganz besonders war, jetzt aber auch in der Vergangenheit?
00:05:24: Also heute war ein ganz besonderer
00:05:26: Moment, als wir geprobt haben für den Abend,
00:05:29: als unsere regionalen Vertriebsgeschäftsführer
00:05:32: alle das erste Mal auf der Bühne gestanden sind…
00:05:34: Holger Kießling sitzt auch im Publikum,
00:05:35: der wird nachher richtig abliefern,
00:05:37: das ist versprochen.
00:05:39: Das war sehr beeindruckend.
00:05:40: Ehrlich, das war so ein
00:05:41: Moment, wo man sieht: Okay, doch, ein großer, toller Laden.
00:05:45: Ja, und auch in der Vergangenheit gab es viele tolle Momente.
00:05:48: Jede RIFA hatte ihren tollen Moment.
00:05:52: Da könnte ich jetzt viele Geschichten erzählen,
00:05:54: aus dem Nähkästchen, mache ich jetzt nicht.
00:05:57: Ein absolutes Highlight
00:05:58: bist du uns schuldig, eins.
00:06:00: Ich bin mal zu spät gekommen zu einer Ansprache.
00:06:03: Das war die zweite, die erste, die zweite RIFA.
00:06:06: Da haben wir einen Abend zuvor eine Veranstaltung gehabt
00:06:08: mit den Lieferanten und das war länger als geplant.
00:06:12: Und ich habe mir dann den Wecker gestellt, aber irgendwie verkehrt.
00:06:16: Und dann sollte ich um neun auf der Bühne stehen, die Kollegen waren schon alle da
00:06:19: und ich nicht.
00:06:21: Und dann bin ich eben mit Anzug und damals noch Krawatte quer durch
00:06:24: alle Hallen, so schnell ich konnte gelaufen
00:06:26: und war dann völlig außer Atem auf der Bühne.
00:06:28: Das ist so,
00:06:29: das ist mir echt in Erinnerung
00:06:30: geblieben, weil normalerweise komme ich nicht zu spät.
00:06:33: Aber jetzt, also jetzt mal
00:06:38: auch dich transparent mitzunehmen,
00:06:40: Robert. Ihr als Geschäftsführer, ihr rennt ja über die RIFA,
00:06:43: jeder möchte was von euch, jeder möchte mit euch reden.
00:06:47: Und es ist ja nicht so, dass du hier reinkommst,
00:06:49: eine Breze isst und dann mit einem Weißbier dran stehst und dann einfach nur genießt –
00:06:52: das ist ja wirkliche Arbeit für dich. Ja, genau.
00:06:54: Und jetzt mal,
00:06:56: jetzt erzähle ich mal
00:06:57: aus dem Leben von Marina Prucker und Bene Schellenberger,
00:06:59: es ist echt immer eine Herausforderung, euch einzusammeln.
00:07:01: Ihr seid immer irgendwo, das ist Wahnsinn.
00:07:04: Ihr turnt durch alle Hallen von früh bis spät, seid überall unterwegs als
00:07:07: der Geschäftsführer.
00:07:09: Das gehört zu uns.
00:07:10: Also das ist ja eine Wertschätzung auch den Lieferanten gegenüber.
00:07:14: Die unterstützen uns alle sehr extrem, dass die RIFA überhaupt
00:07:19: durchgeführt werden kann.
00:07:20: Und dann ist das natürlich
00:07:21: eine Wertschätzung, dass man sich auf den Ständen blicken lässt.
00:07:25: Aufgrund der vielen Termine, die man hat, also mit dem Podcast
00:07:28: zum Beispiel, wird es eh schwer, jedem gerecht zu werden, sich überall mal
00:07:32: blicken zu lassen.
00:07:33: Mal ganz kurz zu reden, wie es so ist – aber das gehört dazu.
00:07:38: Wer lange in der Branche ist wie ich,
00:07:40: dann kennt man,
00:07:41: dann kennt man natürlich auch viele Leute, dann will man auch die Leute treffen.
00:07:45: Und es ist ja auch einfach, dann hier die Leute zu treffen.
00:07:47: Ansonsten muss man oft mehrere 100 Kilometer fahren, um sich mal zu treffen.
00:07:51: Und das macht es halt auch die RIFA einfach.
00:07:54: Du hast einen
00:07:54: richtigen Walk of Fame gehabt, da sind wir von der Abendveranstaltung hier vor gelaufen
00:07:58: und man kann mit dir nicht durch die Hallen laufen, ohne dass du ungelogen
00:08:02: alle zwei Meter stehen bleibst, weil irgendeine Hand die entgegen fliegt.
00:08:05: Ja, das stimmt. Aber es war schon mal anders.
00:08:08: Also ich konnte zu
00:08:10: meiner Anfangszeit in den 80er Jahren, wenn ich da eine Messe gegangen
00:08:13: da hat mich keiner angeguckt. Inkognito.
00:08:16: Da hat mich keiner gekannt.
00:08:18: Robert, jetzt haben wir schon so ein bisschen über die RIFA geredet.
00:08:21: Ich würde jetzt gern ein bisschen den Blick weitermachen
00:08:24: und auch einfach mal drüber sprechen, damit es,
00:08:26: damit es auch die Leute verstehen,
00:08:28: die den Podcast hören oder heute hier bei uns mit dabei sind:
00:08:31: Was bedeutet die RIFA – also,
00:08:33: dass wir einfach mal drüber reden, was die RIFA für Richter+Frenzel bedeutet.
00:08:36: So, jetzt haben wir ja alles digital.
00:08:38: Also ich kann das
00:08:38: Handy zücken, links, rechts – und dann habe ich alle Informationen da.
00:08:42: Aber erklär uns mal aus deiner Sicht, warum so eine Präsenzmesse –
00:08:48: wo man wirklich morgens aufsteht, ins Auto steigt, her fährt –
00:08:52: warum es das immer noch braucht?
00:08:53: Warum ist es so wichtig?
00:08:56: Man kann heute jede
00:08:57: Information, die ich brauche, kann ich mir heute digital holen.
00:09:00: Also die KI hat das ja noch mal dynamisiert.
00:09:04: Wenn ich mal was wirklich nicht weiß, kann ich –
00:09:07: also im Tagesgeschäft – kann ich mir alles holen.
00:09:09: Aber am Ende des Tages, wir sind ja alle Menschen, soziale Wesen.
00:09:13: Wir leben vom Austausch,
00:09:14: wir leben von der Beziehung, wir leben vom Reden.
00:09:17: Wir leben, dass wir uns treffen können.
00:09:19: Wir wollen auch mal was anfassen, auch wenn es ein technisches Produkt ist.
00:09:22: Und deshalb finde ich haben so Live-Messen auch wie die RIFA
00:09:27: einfach noch einen sehr hohen Stellenwert.
00:09:29: Und ich hoffe, dass wir den Stellenwert auch behalten,
00:09:33: weil es sehr, sehr wichtig ist,
00:09:34: dass wir, dass sich die Menschen treffen und miteinander sprechen.
00:09:37: Und das Sprechen bleibt heute – wie zuvor auch,
00:09:40: glaube ich, auf der Talkrunde mit den Azubis –
00:09:43: das Sprechen bleibt heute oft auf der Strecke.
00:09:46: Die Menschen kommunizieren zu wenig miteinander
00:09:48: und deshalb sind so Messen so wichtig, wo man einfach,
00:09:51: wenn man ein Problem auf der Baustelle hat, das mal klären kann.
00:09:53: Wenn es ein Problem gibt mit einem Produkt,
00:09:55: wo man einfach seine Sorgen mal loswerden kann, wo man sich Ideen holen kann,
00:09:58: wo man mal einen Kollegen treffen kann, mit dem reden kann „Du, wie machst denn du das? Ich
00:10:02: habe das und das Problem ständig.“ – das
00:10:04: ist sehr, sehr wichtig.
00:10:05: Und dafür sind, ist die RIFA auch
00:10:07: einfach – und auch andere Messen übrigens.
00:10:11: Wie nimmst du denn die aktuelle Stimmung in der Branche wahr?
00:10:14: Also welche Themen beschäftigen Großhandel und Marktpartner
00:10:18: derzeit ganz besonders?
00:10:19: Was hast du da für Gespräche führen können und was hast du da mitnehmen können?
00:10:22: Ja, das ist ja zweigeteilt. Also ich finde,
00:10:27: tendenziell ist die Stimmung manchmal schlechter, als sie tatsächlich ist.
00:10:31: Natürlich fehlt Volumen.
00:10:33: Der mehrgeschossige Wohnungsbau ist nach wie vor schwierig.
00:10:37: Die Renovierung konzentriert sich sehr stark nur auf die Energiewende,
00:10:40: spricht also momentan extrem stark auf die Wärmepumpe
00:10:45: und das bewegt natürlich alle
00:10:49: und auch die ganzen Distributoren, die jetzt entstehen
00:10:52: durch eben die Wärmepumpe in Verbindung mit Strom und PV,
00:10:56: die darf man auch nicht unterschätzen.
00:10:57: Auch da gibt es viele Gespräche.
00:10:59: Was bedeutet das für den dreistufigen Vertriebsweg?
00:11:03: Wie groß ist der Kuchen am Ende
00:11:07: für uns alle noch?
00:11:09: Also solche Themen sind momentan schon in aller Munde.
00:11:12: Und was mir, da ich ja sehr lange auch,
00:11:16: also die Marke FOR auch mit vertrete und das Bad auch sehr wichtig ist
00:11:20: für Richter+Frenzel – wir haben über 70 BäderStores, wo wir Bäder zeigen –
00:11:25: das ist natürlich auch immer die Diskussion:
00:11:26: Wann geht es mit dem Bad wieder aufwärts?
00:11:28: Wann investiert der Endkunde auch wieder in sein Bad,
00:11:32: in sein Wohlfühlen und nicht nur in eine neue Heizung?
00:11:36: Dass das momentan wichtig ist für alle, ist klar.
00:11:38: Aber wir bräuchten halt auch wieder
00:11:42: mehr Bäder im Verkauf.
00:11:46: Und wann geht es aufwärts?
00:11:48: Also bei der Wärme, also bei der Heizung definitiv.
00:11:52: Und beim Bad, würde ich mal sagen, haben wir eine stabile
00:11:55: Seitwärtsbewegung auf niedrigem Niveau.
00:11:58: Da machen wir, da mache ich mir Sorgen,
00:12:00: weil einfach durch bestimmte Gesetzgebungen oder auch
00:12:06: Entwicklungen international – ohne da jetzt näher
00:12:10: darauf eingehen zu wollen – verteuern sich
00:12:13: ständig die Produkte und das macht es nicht unbedingt einfach,
00:12:17: auch für den Endkunden, weil natürlich so eine Badsanierung
00:12:19: dadurch immer teurer wird –
00:12:21: und das macht mir bisschen Sorgen.
00:12:24: Da würde ich mir mehr Stabilität in den Preisen wünschen.
00:12:26: Aber insgesamt glaube ich doch, dass auch das Bad Wachstumsmarkt ist
00:12:30: für die Zukunft, weil es gibt einfach noch zu viele alte Bäder,
00:12:33: genauso wie es zu viele alte Heizungen gibt.
00:12:35: Wenn wir jetzt, also wir sind jetzt hier gerade auch mitten im Podcast,
00:12:39: was kann denn ein Podcast aus deiner Sicht für die Branche leisten?
00:12:44: Also ich glaube
00:12:46: ein Podcast kann sehr informativ sein für die Branche und
00:12:50: und ich glaube es kann auch ein Kommunikationsmittel sein,
00:12:54: dass halt jeder erkennt,
00:12:57: dass wir alle Menschen sind,
00:12:58: dass jeder einfach im Rahmen seiner Möglichkeiten das Beste gibt
00:13:02: und dass uns immer die gleichen Themen bewegen in der Branche, egal welcher Name
00:13:06: auf welchem Auto steht, welcher Name auf welchem Lkw steht.
00:13:10: Am Ende haben wir alle dieselben Herausforderungen.
00:13:12: Und das kann so ein Podcast durchaus leisten,
00:13:14: weil wenn ich mir den anhöre, kann ich auch im Auto machen,
00:13:16: ich sitze sehr viel im Auto,
00:13:18: dann kann man da schon was mitnehmen, auch Information.
00:13:21: Und ich finde, das gesprochene Wort
00:13:24: kommt einfach auch gut an, kann man sich gut merken, nimmt man immer was mit.
00:13:28: Wie lange bist du in der Branche?
00:13:29: Wir haben es gestern – über 40, oder?
00:13:31: Das sage ich nicht… über 40.
00:13:34: Du bist über 40 Jahre in der Branche.
00:13:36: 84 habe ich angefangen, im August.
00:13:40: Da war ich -5 Jahre alt.
00:13:44: Jetzt pass auf, Robert.
00:13:46: Das ist ja,
00:13:47: also, du hast es ja gerade schon angedeutet –
00:13:49: und ich will auch politisch überhaupt nicht so ins Thema reingehen –
00:13:53: aber in deinen 40 Jahren Berufserfahrung, und du hast es gerade so schön gesagt:
00:13:56: Viele halten es für schlimmer als es ist.
00:13:58: Aber hast du schon mal eine Phase, so eine Zeitspanne erlebt
00:14:03: wie in der jetzt, wo ja angeblich irgendwie alles kacke ist.
00:14:07: Es war immer ein Auf und Ab.
00:14:09: Es ist eine volkswirtschaftliche Regel, dass es mal hochgeht und dann wieder runter.
00:14:12: Das sind ja die Zyklen, die jeder kennt.
00:14:15: Aber sagen wir mal so,
00:14:19: so extrem negativ, wie es heute manchmal dargestellt wird,
00:14:23: war es eigentlich noch nie. Und das ist nicht gut.
00:14:28: Und vielleicht ist es auch, weil wir von so einem Hoch kommen.
00:14:31: Also während der Coronazeit waren wir ja in der Branche
00:14:36: alle auf Rosen gebettet und wir sind halt dann nach Corona
00:14:40: relativ abrupt, alle miteinander extrem nach unten abgerutscht
00:14:44: und ich glaube, das macht es gefühlt so schlimm.
00:14:47: Und wenn ich nicht ganz so hoch bin und dann runter gehe,
00:14:50: ist es nicht so dramatisch, weil es natürlich egal ob es…
00:14:54: zum Beispiel die Wärmepumpen- Hersteller haben – aufgrund
00:14:59: der ganzen Energiewende und der Aussagen
00:15:02: unserer Regierung – haben versucht,
00:15:06: den vermeintlichen Bedarf zu decken, haben Produktionsstätten aufgebaut, das
00:15:12: ist abrupt weggebrochen.
00:15:12: So krass war es noch nie, dass wirklich abrupt dann Werke nicht umgesetzt worden
00:15:16: sind.
00:15:17: Oder dass du im Januar noch volle Auftragsbücher hattest
00:15:21: und im November war faktisch das Gefühl „Oh, da
00:15:24: geht gar nichts mehr“ – und das macht es glaube ich so schlimm.
00:15:27: Also gefühlt so schlimm.
00:15:29: Welche Themen und Veränderungen würdest du denn sagen,
00:15:33: wo geht denn da die Zukunft hin?
00:15:34: Also wie wird sich das in den kommenden Jahren auch prägen?
00:15:37: Also, wie ist da deine Einschätzung?
00:15:40: Ja, zum einen…
00:15:42: schwierige Frage…
00:15:44: also wir müssen uns natürlich mit der Digitalisierung auseinandersetzen
00:15:49: und da müssen wir versuchen,
00:15:51: auch unsere Prozesse zu optimieren, um unsere Kosten in den Griff zu bekommen.
00:15:55: Alle miteinander.
00:15:57: Wir haben, egal ob auf der Baustelle oder auch bei uns, noch
00:16:01: sehr viele Möglichkeiten, uns da deutlich zu verbessern.
00:16:05: Stichpunkt Lean-Management und so,
00:16:07: da gibt es noch viele Möglichkeiten insgesamt in der Branche.
00:16:10: Wir müssen uns insgesamt vereinheitlichen,
00:16:13: also über einheitliche Daten reden,
00:16:16: über einheitliche Plattformen zum Austauschen,
00:16:21: damit man einfach schneller und besser noch zusammenarbeiten können.
00:16:27: Ja. Ja.
00:16:28: Fortschritt gemeinsam meistern.
00:16:30: Das hast du schön gesagt.
00:16:32: Einmal zusammengefasst.
00:16:33: Ja, es ist halt,
00:16:37: wir versuchen ja
00:16:37: immer uns extrem auch auf unsere Kunden einzustellen.
00:16:40: Aber es ist halt so, so vielfältig.
00:16:42: Das heißt, du kannst gar nicht jedem gerecht werden.
00:16:46: Und da wäre es auch gut, wenn man
00:16:47: gemeinsame Ideen hätte, wie man bestimmte Dinge abwickelt,
00:16:51: um dann auch die Konzepte zu haben, die dann für alle einigermaßen passen.
00:16:55: Verstanden.
00:16:56: Jetzt mal, ich würde jetzt ganz gerne auch noch mal
00:17:00: auf dich persönlich, abseits
00:17:03: eben als Geschäftsführer von Richter+Frenzel, einfach mal ein bisschen,
00:17:07: du bist ja sehr nah gleichzeitig am operativen Geschäft und am Vertrieb.
00:17:11: Wie gelingt dir denn dieser Spagat zwischen der Nähe zum operativen Geschäft,
00:17:15: wie gerade schon angesprochen, und eben dem Vertrieb?
00:17:20: Ja, ob man es jetzt
00:17:21: glaubt oder nicht, aber ich fahre trotzdem ab und zu mal gern zum Kunden
00:17:24: und das macht mir auch Spaß.
00:17:27: Florian,
00:17:29: glaubst du mir das nicht?
00:17:30: Ja, doch.
00:17:32: Florian Huber.
00:17:33: Entschuldigung,
00:17:36: das ist ja unser Live-Podcast.
00:17:38: Ja, genau. Landshut ist da. Ja.
00:17:40: Genau, genau.
00:17:40: Verkaufsleiter Florian Huber. Schön, dass du auch…
00:17:43: du kannst ja auch einen Stuhl nehmen.
00:17:44: Aber es sind ja noch ein paar Plätze frei.
00:17:47: Sorry für den Exkurs.
00:17:49: Also du musst dich einfach ab und zu mal zum Kunden bewegen.
00:17:53: Leider viel zu wenig.
00:17:55: Dadurch, dass ich keine operative Vertriebsverantwortung mehr habe,
00:17:59: sondern für Prozesse verantwortlich bin – für IT, E-Commerce, Marketing
00:18:04: und natürlich für das ganze Category Management –
00:18:08: komme ich
00:18:09: relativ wenig dazu, mich mit Kunden zu befassen, was aber total wichtig ist,
00:18:14: auch weil wir leben ja von unseren Kunden. Und ich habe so ein paar – drei, vier, fünf –
00:18:19: Leuchtturmkunden, da fahre ich ab und zu mal hin, auch wenn es dann Ärger gibt,
00:18:24: oft wenn es Ärger gibt, wenn wir
00:18:26: irgendwas nicht ganz richtig machen oder irgendwas nicht liefern können.
00:18:29: Und das ist einfach die Nähe zum Kunden, die dann wichtig ist
00:18:34: und wo man dann immer wieder was mitnimmt
00:18:36: und das dann auch im Tagesgeschäft verwenden kann.
00:18:39: Und vor allen Dingen bleibt man schon am Nabel der Zeit und
00:18:44: man ist auch dann gegenüber den internen Gesprächspartnern
00:18:47: manchmal einfach besser informiert.
00:18:50: Ein bisschen sattelfester,
00:18:51: wenn man weiß, was die Kunden da draußen sprechen, was sie wollen und brauchen.
00:18:55: Das Problem ist immer,
00:18:57: man weiß manchmal, also ganz oft sogar, was die Kunden wollen und brauchen.
00:19:00: Aber aufgrund der eigenen Organisationsstruktur
00:19:03: oder auch Prozessketten, die einem die IT vorschreibt, kannst du
00:19:07: nicht immer allen gerecht werden.
00:19:09: Und da ist halt wichtig, dass beide Seiten Verständnis dafür haben,
00:19:13: dass vermisse ich ab und zu mal,
00:19:16: weil wir leben ja, also
00:19:17: wir müssen schauen, dass wir die Ware rausbekommen so
00:19:21: also so schlank wie es wie es irgendwie geht, um auf die
00:19:25: die Preise, die das Handwerk braucht, realisieren zu können.
00:19:28: Und das hat zur Folge, dass bestimmte Prozessketten eingehalten werden müssen.
00:19:33: Auch bei uns.
00:19:34: Und das ist halt immer der Spagat zwischen: Wie kriege ich den optimalen Prozess hin,
00:19:39: dass das Preis-Leistungs-Verhältnis für uns in Ordnung ist,
00:19:42: und wie kann ich dem Kunden aber gerecht werden?
00:19:45: Ich hab dich,
00:19:48: seit ich dich kennengelernt habe,
00:19:50: für mich bist du fast die Definition von einem Bauchmenschen.
00:19:53: Ja, du bist in meiner Wahrnehmung wenig verkopft.
00:19:58: Du haust auch einfach mal einen raus.
00:19:59: Du bist der erste Mensch, von dem ich mal den Satz gehört habe:
00:20:02: Hey Bene, manchmal ist gut genug –
00:20:04: gut ist gut genug. Habe ich mal von dir gehört.
00:20:08: Das lässt du dir auch nicht mehr nehmen.
00:20:09: Also so bist du einfach.
00:20:10: Das ist Robert Oberberger, oder? Genau. Ja.
00:20:13: Und das heißt aber auch, dass du, wie es die Marina gesagt hat
00:20:16: und du hast es ja auch beschrieben,
00:20:17: dass du ja leider nicht mehr so viel Kontakt zu Kunden hast.
00:20:20: Aber den wenigen Kontakt, den du hast, den lässt du dir nicht nehmen.
00:20:23: Nein, den nicht.
00:20:24: Da gibt es aber auch Kunden, die muss ich einmal im Jahr sehen.
00:20:27: Weil ich vorher schon fragen wollte: Wie oft ist ab und zu? Einmal im Jahr.
00:20:30: Ein- bis zweimal im Jahr.
00:20:31: Ja, genau. Da bist du dann vor Ort und tauschst dich aus. Ja, genau.
00:20:34: Super.
00:20:35: Jetzt habe ich es ja vorher auch schon
00:20:36: ganz kurz angedeutet, abseits von der Rolle als Geschäftsführer.
00:20:40: Einfach mal kurz: Wer ist Robert Oberberger denn ganz persönlich?
00:20:44: Abseits von Richter+Frenzel?
00:20:47: Ja, Familienvater in erster Linie, also jetzt nicht mehr so stark, weil
00:20:50: meine Jungs und meine Tochter, die sind…
00:20:54: also der letzte ist noch im Haus, die anderen sind alle jetzt
00:20:57: mehr oder weniger weg.
00:20:58: Also der Große schon lange, der Alexander, der ist ja schon über 30
00:21:03: und meine Tochter ist sie auch schon lange ausgezogen, ist ja auch 30 und
00:21:08: der Simon, der ist 21,
00:21:09: studiert gerade in München Energie- und Gebäudetechnik
00:21:13: und der Tom, der Kleine, der macht gerade sein, der hat gerade das letzte Jahr im Abitur.
00:21:17: Familienvater natürlich und
00:21:21: leidenschaftlicher Motorradfahrer.
00:21:23: In diesem Jahr hat es leider nicht so viel geklappt.
00:21:25: Die SAP-Umstellung hat mir
00:21:27: vieles von meiner Freizeit geraubt und die Familie ist ja dann auch noch da.
00:21:30: Und ja, ein bisschen Sport,
00:21:34: damit man nicht ganz einrostet und das war's dann eigentlich schon.
00:21:38: Wir haben gestern uns ja schon mal unterhalten.
00:21:41: Drei von den Jungs, also drei deiner Kinder sind…
00:21:45: Ja, zwei, der Dritte ist gerade auf dem Weg.
00:21:48: Aber letzten Endes,
00:21:50: die haben sich ja alle mit dem Papa unterhalten
00:21:52: und drei von deinen Kindern haben für sich – zwei haben es schon umgesetzt,
00:21:56: einer setzt es gerade um, weil er studiert – haben
00:21:59: gesagt die Branche wo der Papa drin ist, die finden wir gut, da gehen wir rein.
00:22:02: Der Alex, der ist ja im Großhandel groß geworden
00:22:07: und ist jetzt bei beim Hersteller und der hat
00:22:12: den kaufmännischen Weg eingeschlagen, der Simon,
00:22:16: der findet die Technik gut und hat sich deshalb für ein Studium
00:22:19: entschieden, für Energie und Gebäudetechnik,
00:22:21: allerdings im Verbundstudium.
00:22:22: Das heißt, er war jetzt erstmal ein Jahr auf der Baustelle
00:22:24: und hat das harte Leben kennengelernt und ist jetzt an der Hochschule.
00:22:30: Und ja, der Tom überlegt, ob er sich da nicht in Richtung Elektrotechnik entwickelt.
00:22:33: Aber wir sind eigentlich irgendwie, ich weiß auch nicht wieso,
00:22:38: irgendwie alle dem Baugewerbe verhaftet, dem technischen.
00:22:44: Robert, du kennst ja unseren Podcast „Hör mal wir, wer der liefert.“
00:22:48: Du bist ja absoluter Hardcore-Fan, hast du gesagt.
00:22:50: Hörst du alle Folgen? Ja. Zwei sind bisher raus.
00:22:52: Überall da, wo es Podcast gibt. Überall, überall dort.
00:22:55: Hör mal, wer da liefert.
00:22:56: Apple geht super.
00:22:57: Ja, Robert Oberberger hört bei Apple. Man kann es auf Spotify hören,
00:23:00: man kann es auf YouTube hören, wo noch?
00:23:03: Überall.
00:23:05: Überall, wo es Podcasts gibt.
00:23:06: Also lange hin…
00:23:08: Jeden zweiten Donnerstag.
00:23:11: Das war jetzt der lange Werbeblock,
00:23:12: eigentlich nur dafür,
00:23:13: dann weißt du ja, wir haben am Ende vom Podcast
00:23:16: oder zum Ende hin vom Podcast haben wir immer bestimmte Kategorien.
00:23:20: Heute ist turnusgemäß der Fragenshower dran.
00:23:23: Das ist relativ simpel, ist relativ easy.
00:23:25: Ich stell dir drei Fragen und ich bitte dich, Robert, um drei kurze Antworten.
00:23:31: Fragen-
00:23:31: shower!
00:23:33: So Robert, mit was hast du heute Morgen gestartet:
00:23:36: Kaffee oder Tee? Kaffee.
00:23:38: So, lieber zehn Kundengespräche am Stück
00:23:42: oder eine Stunde gemeinsam mit uns hier auf der Bühne?
00:23:45: Ja, das ist klar:
00:23:46: Eine Stunde mit euch, auf der Bühne.
00:23:48: Natürlich. Ein schlechter Lügner, der Mann.
00:23:51: Nach zwei Tagen RIFA, morgen Abend, wenn du nach Hause fährst: Ist
00:23:55: dann die Stimme weg oder
00:23:56: sind die Füße platt? Beides.
00:23:59: Weil der Mann macht Meter.
00:24:02: Aber die Sonja kann ich nicht toppen,
00:24:03: gestern 28.000. Schritte am Tag?
00:24:07: Das ist schon eine ganz schöne Strecke, die da zurückgelegt wird.
00:24:09: Genau.
00:24:10: Ja, wir haben auch, bevor wir jetzt hier zusammengekommen
00:24:13: sind, von unserem Publikum auch ein paar Fragen mitgebracht.
00:24:16: Das ist interessant, hoffentlich kann ich die Beantworten.
00:24:18: Und ihr dürft euch,
00:24:19: also, wenn euch der Mann fasziniert und ihr Fragen an ihn habt,
00:24:21: dann meldet euch, wir reichen euch ein Mikrofon
00:24:24: und dann dürft ihr auch live Fragen stellen. Genau.
00:24:27: Gibt es jetzt schon Fragen vielleicht
00:24:29: aus dem Publikum?
00:24:31: Jetzt klopfen.
00:24:33: Jetzt sind sie noch ein bisschen schüchtern.
00:24:34: Genau.
00:24:36: Ich fange einfach mal direkt mit der ersten Frage an,
00:24:38: die erste Frage lautet: Wie wird eine RIFA in zehn Jahren aussehen?
00:24:44: Also bestimmt noch ein bisschen digitaler als heute.
00:24:46: Weil wenn man die erste RIFA sich überlegt, zum Beispiel,
00:24:51: da gab es noch keinen Bildschirm, der ständig gelaufen
00:24:55: ist, wenn man die großen LED-Wände draußen anschaut beim Eingang.
00:24:58: Also die wird sicher noch digitaler werden.
00:25:00: Wir werden vielleicht auch
00:25:03: 3D-Räume erleben, wo man bestimmte Dinge dann 3D darstellt.
00:25:07: Also das wird digitaler werden, aber trotzdem werden dann noch Produkte
00:25:10: da sein und es werden hoffentlich auch noch viele Menschen auf der RIFA sein.
00:25:14: Hast du schon beim RIFA Golf mitgemacht?
00:25:16: Das ist fairerweise aber eine Frage von einer Mitarbeiterin.
00:25:21: Hat er nicht.
00:25:22: Nein. Er hat noch nicht bei RIFA Golf…
00:25:24: Noch nicht. Wir haben ja noch bisschen Zeit.
00:25:26: Mach ich morgen. Dann gehen wir morgen auf eine Runde Minigolf.
00:25:29: Ich bin
00:25:29: kein Golfer, Leute.
00:25:31: Morgen wird’s getestet. Also
00:25:34: meine Jungs
00:25:34: spielen Fußball und Football und so, aber alles, was bei mir mit Ball zu tun hat…
00:25:38: Ich brauche zwei Radl und einen Motor in der Mitte.
00:25:41: Alles andere ist Mist.
00:25:42: Bälle sind schwierig, sage ich ehrlich. Aber ich probiere es dann mal.
00:25:47: Wir probieren es morgen. Beweis wird nachgeliefert.
00:25:50: Genau. Genau. Beweis liefern wir nach.
00:25:52: Was war denn bisher dein persönliches Messe-
00:25:54: Highlight? Steht ja auch als Frage auf meinem Zettel.
00:25:59: Ja, also das Messe-Highlight war
00:26:01: also erst einmal, als die vielen Leute heute Morgen reingekommen sind.
00:26:05: Dann die gute Stimmung
00:26:08: und wie zuvor schon gesagt eben auch
00:26:13: die geballte Ladung Vertriebskompetenz,
00:26:16: zuvor bei der Probe, wo man sieht, okay, wir sind ein tolles Unternehmen
00:26:20: und natürlich auch die tolle Unterstützung unserer Lieferanten.
00:26:25: Wir haben wirklich sehr, sehr viele,
00:26:27: auch Außendienstmitarbeiter oder Handels- vertretungen von den Lieferanten
00:26:32: und Herstellern auf der RIFA und das zeigt die Verbundenheit.
00:26:36: Schau mal in der Zwischenzeit, du hast jetzt schon zweimal erwähnt,
00:26:39: unsere regionalen Geschäftsführer.
00:26:41: Da sind sie. Ja, es kommen immer mehr mit dazu.
00:26:44: Servus. Da hinten ist der Oliver Knaus,
00:26:47: der ist jetzt auch mit dazu gekommen. Der Uwe ist gekommen.
00:26:50: Da geht’s rund. Da ist was los.
00:26:50: Genau. Sammeln sich jetzt alle an den Seiten zusammen.
00:26:53: Ich komme schon zur nächsten Frage:
00:26:55: Welche Innovationen bringen uns auf der Baustelle wirklich weiter?
00:26:59: Also alles,
00:27:01: was dazu
00:27:01: beiträgt, dass Produkte schnell,
00:27:05: einfach und gut montiert werden können und installiert werden können.
00:27:11: Alle Produkte, die zu leicht zu verstehen sind,
00:27:14: mit denen die Monteure gut umgehen können.
00:27:17: Das bringt uns nochmal ein Stück ganzes Stück weiter, ohne
00:27:20: dass man aber den Handwerksgedanken an und für sich aufgibt.
00:27:24: Weil Handwerk hat schon auch Tradition.
00:27:27: Und letzte Frage an dich, Robert.
00:27:29: Also nicht jeder kann
00:27:29: einen Robert Oberberger als Papa haben, aber wie schaffen wir es –
00:27:34: und das war auch vorhin schon Teil hier auf der Bühne, auf der wir gerade sitzen:
00:27:38: Es war auch in dem Gespräch,
00:27:39: wir haben
00:27:40: eine Podiumsdiskussion gehabt und dann ging es einfach
00:27:42: um die Zusammenarbeit zwischen jungen Leuten und erfahrenen Menschen.
00:27:45: Aber Frage an dich, die wir vorab eingesammelt haben:
00:27:49: Wie schaffen wir es, gute Leute für unsere Branche zu gewinnen?
00:27:54: Wie machen wir die Branche ja begehrenswert, dass man durchstartet?
00:28:00: Also es
00:28:00: gibt ja schon gute Modelle, wie zum Beispiel das Verbundstudium,
00:28:03: wo ich einfach Abiturienten abholen kann, auch mit guten Noten.
00:28:08: Dann ist,
00:28:08: wir haben eine tolle Branche, also wir, wir können ja wirklich alle gemeinsam
00:28:12: viel dazu beitragen,
00:28:15: die Energiewende, die wir alle dringend umsetzen müssen, umzusetzen.
00:28:20: Also wir haben ja alle das Thema mit
00:28:23: der Erderwärmung usw., das kann man ja nicht mehr wegdiskutieren
00:28:27: und wir sind eine der Branchen, die das mit am besten beeinflussen können.
00:28:31: Also wenn wir es gemeinsam schaffen, einfach
00:28:36: moderne Heizsysteme umzusetzen oder Pumpen einzusetzen,
00:28:39: die wenig Energie verbrauchen, dann ist das echt eine tolle Branche.
00:28:43: Und ich glaube, das bewegt die jungen Leute auch, weil es geht um ihre Zukunft.
00:28:47: So was muss man transportieren.
00:28:49: Und natürlich die Baustelle ist immer das Problem,
00:28:52: das hat halt immer einen bisschen einen schlechten Touch.
00:28:54: Ich glaube aber, das ist heute nicht mehr so. Wir haben moderne Produkte,
00:28:58: die gut zu verarbeiten sind.
00:29:01: Das ist ein interessanter Beruf,
00:29:03: hochtechnisch, und ein Bad einzubauen, das hat auch was mit Gestalten zu tun.
00:29:09: Also, und ich glaube, da müssen wir noch
00:29:10: daran arbeiten, dass man einfach das Berufsbild
00:29:14: in die Richtung noch besser nach außen darstellen. Ja.
00:29:18: Und wir sind so relevant. Ja
00:29:20: und ich glaube einfach, dass das Berufsbild
00:29:24: und unsere Branche hat mehr Zukunft,
00:29:27: wie mancher – darf ich das jetzt sagen – wie
00:29:29: Rechtsanwaltstudium oder, oder. Weil
00:29:32: die KI wird einiges von diesen Informationen,
00:29:36: die wir uns heute noch irgendwo holen müssen, wird das alles ersetzen.
00:29:40: Aber wir sind eine Branche,
00:29:44: wir können die KI nutzen, damit das und das
00:29:48: einfacher geht, dass bestimmte Dinge effizienter umgesetzt werden.
00:29:52: Aber ganz am Ende muss man den Satz schon sagen: Die KI schraubt keine Pumpe rein.
00:29:58: Die KI montiert keinen Wasserhahn. Und die KI kann zwar planen,
00:30:03: ich habe da schon was gesehen, was ganz toll funktioniert,
00:30:06: aber am Ende muss trotzdem irgendwann auch
00:30:08: mal eine Idee haben: Was ist das beste System für das Haus oder
00:30:13: was ist die beste Lösung oder wo schraube ich am besten das WC hin?
00:30:19: Eine KI kann einen Raum gestalten,
00:30:20: aber eine KI weiß nicht am ersten Step,
00:30:22: wo ist denn tatsächlich das Abflussrohr
00:30:24: und kann ich das WC da hinsetzen oder nicht?
00:30:26: Und ich glaube, deshalb ist es das Berufsbild,
00:30:30: auch so zukunftsträchtig und ich glaube, das muss man transportieren.
00:30:34: Und ich denke mal, wenn man mit jungen Leuten spricht,
00:30:38: die haben das schon kapiert.
00:30:40: Ja, es ist doch,
00:30:41: also mit dem flammenden Appell müssen wir aufhören.
00:30:44: Schade, jetzt wäre ich gerade im Flow. Ich wollte gerade sagen, lass uns noch mal
00:30:48: den Blick schweifen, ob noch jemand eine Frage hat.
00:30:50: Weil jetzt ist er da.
00:30:52: Jetzt beantwortet er die Fragen.
00:30:55: Und die sind alle meiner Meinung.
00:30:57: Wie soll ich,
00:30:58: wie will man denn an so einen flammenden Appell von Robert Oberberger anknüpfen?
00:31:02: Keine Chance.
00:31:03: Keine Chance. Robert,
00:31:04: ich habe keine Ahnung, wie lange wir miteinander gesprochen haben.
00:31:06: Wie war es? Du hast gesagt, erster Podcast – war es in Ordnung?
00:31:08: Haben wir dir Wohlfühlatmosphäre bereitet? Ja, war total okay.
00:31:11: Können wir auch noch länger machen.
00:31:14: Ich glaube, am Anfang
00:31:14: ist es immer ein bisschen schwierig, bis man reinkommt.
00:31:18: Aber wenn man dann mal im Gespräch ist, ist das eigentlich sehr angenehm.
00:31:23: Super.
00:31:23: Super, dann wird es einfach ein bisschen lockerer und dann geht es einfach.
00:31:26: Ja, ich glaube, man muss ein bisschen die Scheu verlieren, was verkehrt zu sagen,
00:31:29: dann ist alles in Ordnung. Ja, das stimmt.
00:31:31: Und irgendwann hat man die auch alle vergessen
00:31:32: hier drumherum. Und irgendwann hat man auch vergessen, dass
00:31:34: es Lautsprecher gibt und die einen ein bisschen hören.
00:31:36: Ja, die uns alle…
00:31:38: Steht immer noch, bewegt sich nicht weiter.
00:31:41: Also Robert,
00:31:42: vielen, vielen Dank, dass du heute bei uns dir die Zeit genommen hast
00:31:46: auf deiner eigene Messe, in deinen eigenen Podcast,
00:31:48: weil es ist ja von Richter+Frenzel.
00:31:50: Ja gut, das ist alles Richter+Frenzel.
00:31:51: Genau.
00:31:52: Dass du dir die Zeit genommen hast mit dazu zu kommen,
00:31:54: dass du ja auch voll persönlich erzählt hast,
00:31:57: dass du über deine Familie gesprochen hast.
00:31:59: Den flammenden Appell zum Schluss, der hat mir ganz besonders gut gefallen.
00:32:02: Danke, dass du da warst. Hat großen Spaß gemacht.
00:32:05: Mir hat es auch sehr viel Spaß gemacht und vielen Danke, dass ich euch sprechen durfte.
00:32:09: Danke. Danke auch. Ich sage auch vielen, vielen Dank.
00:32:11: Und, Robert, du hast heute ganz schön abgeliefert.
00:32:14: Danke. Danke schön. Vielen, vielen Dank, Robert Oberberger.
00:32:17: Schönen Abend noch. Danke schön.
00:32:19: Hier live vor Ort.
00:32:20: Und bevor ihr.
00:32:21: Den Hahn abdreht, noch ein kurzer Hinweis von uns.
00:32:24: Wir freuen uns sehr über euer Feedback zu dieser Folge.
00:32:27: Welche Themen aus der SHK-Welt interessieren euch?
00:32:30: Welche Fragen sollen wir uns in Zukunft genau anschauen?
00:32:33: Oder gibt es
00:32:33: vielleicht sogar jemanden aus der Branche,
00:32:35: den wir unbedingt mal zu Gast haben sollten?
00:32:37: Schreibt uns daher gerne eure Anregungen, Fragen oder Wünsche.
00:32:40: Wir freuen uns auf den Austausch mit Euch.
00:32:43: Ihr erreicht uns per Email unter podcastf.de
00:32:47: direkt hier im Podcast oder über unsere Social-Media-Kanäle.
00:32:50: Allerdings findet ihr wie immer in unseren Shownotes.
00:32:53: Danke, dass ihr reingehört habt und bis zur nächsten Folge von liefert.